Kilten
(Mai / Luzern)

Vom Opiumwein, vom Laudanum und anderen berauschenden Tränken handelt diese zwölfte – und letzte ! – Ausgabe der Sonntagsfreuden. Der Kiltgang im Luzernischen war wohl herrlich leidenschaftlich und die Wirkungen der in der Kiltnacht ausgeschenkten und eingeflössten Getränke sind noch heute in Erinnerung. Stattgefunden hat der Kiltgang während des ganzen Jahres, an dieser Stelle haben wir sie dem klassischen Liebesmonat Mai zugeordnet.
Kilten nannte man im Luzernischen den Brauch, nach Einbruch der Dunkelheit unerkannt zum Wohnhaus der Geliebten zu schleichen und sich unter ihrem Fenster durch leises klopfen oder rufen bemerkbar zu machen. Manchmal öffnete die Auserwählte das Fenster, und eine Leiter war meist in der Nähe. Oben in ihrer Kammer bot sie dem Besucher aphrodisierende Gewürzweine wie Hypokras oder Rosoli an, auch „Mut-Erneuerer“ genannt. Zu Recht, denn ungefährlich war die Sache nicht....

Mit 2 Rezepten zu Rosoli und Hypokras.
Texte von Kurt Lussi, Gina Bucher, Illustrationen von Nadine Gerber.

Buchpräsentation und Ausstellung aller Sonntagsfreuden
18. Dezember 2011, ab 16 Uhr bis 19.30 Uhr, in der Wäscherei an der Dienerstrasse 70, 8004 Zürich.

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Kilten
Sonntagsfreuden Heft N°12 (Mai / Luzern)
2011, ca. 40 Seiten, Format 14,5 x 21 cm, Heft, drahtgeheftet, deutsch
ISBN 978-3-03919-234-2, Fr. 12.00, Euro 9.00